Kunze ist ein recht verbreiteter Familienname und leitet sich aus dem Vornamen Konrad = Kunz ab. Weitere Varianten sind Kuntz und Kuntze. Doch so häufig wie man denkt, ist der Name auch nicht. Ein Blick auf die Karten von verwandt.de zeigt eine deutliche Konzentration im mitteldeutschen Raum sowie in Hamburg, Südniedersachsen und im Ruhrgebiet. Letzteres könnte sich in einigen Fällen durch die Arbeitsmigration im Laufe des 19. Jahrhunderts erklären, denn neben Polen wurden auch mitteldeutsche Arbeitskräfte in die großen Fabriken abgeworben. Man kann davon ausgehen, dass sich im heutigen Sachsen ein Kern der Familie Kunze befindet und hier wohl auch viele miteinander sind, bisweilen vielleicht nur weitläufig. An dieser Stelle möchte ich Fotos und Dokumente von Mitgliedern der Familie veröffentlichen.
Annaberg - Otto Kunze 1895
Annaberg - Otto`s Pflegegeschwister August Kunze. Rechts von ihm Anna Kunze verehelichte Gröllig, Gutsbesitz in Oberherwigsdorf bei Zittau. Links von ihm Magdalena, als Diakonisse gestorben in Doberan 1935. Neben Otto die Agnes, verehelicht mit dem Gutsbesitzer Windrich in Olbersdorf bei Zittau. Agnes starb 1920. Vom Otto links die Emma verehelichte Reinwart, mit dem Bäckermeister Hugo Reinwart, Schwarzenberg – Erzgebirge. August Kunze blieb im Elternhaus einer Baumwollbleicherei, übernahm diese. August starb 1930 Sylvester, und seine Ehefrau Frieda geborene Stemmler aus Aue Sachsen blieb bis an ihr Lebensende in diesem Haus. Die Bleiche wurde von der Firma Schubert, Zittau übernommen.
Annaberg - Kunze - "Umstehend alle meine Schulkameraden, Schulklassen 1902 am 50jährigen Konfirmtag." Fotograf: Erich Meiche, Annaberg im Erzgebirge

Leipzig - Albert Kunze (1872 - 1954) in "Rattenfänger", Autogramm vom 22.11.1919. Schauspieler, Opernsänger und Kabarettist, verfasste zahlreiche Schriften in sächsischer Mundart wie "Sächsisch für Anfänger", "Säggsche Märchen", "1000 und zwee Worde Säggsch", "Säggsche Sagen", "Unsere lieben Sachsen" usw. Im Dritten Reich wurde A. Kunze gemieden, da er Mitglied der Freimaurer war.

Leipzig - Albert Kunze (1872 - 1954), in "Afrikanerin", Autogramm vom 22.11.1919. Hier schreibt er: "Wo haben Sie denn nur diese uralten Postkarten aufgetrieben ?"
Chemnitz - Theaterstraße, Ansichtskarte gestempelt am 5.2.1921. Zu sehen: Roter Turm und Conditorei & Café G. Kunze
Breslau - Arthur Kunze, Chemische und Technische Produkte - Rohstoffe - Import, Export, Commission - Breslau 16, Hansastraße 60. Brief vom 5. Mai 1933 an Firma Otto Tetzner, Gipswerk, Niedersachswerfen / Harz betreff Butzbacher Farbenfabrik und Lieferungen nach Ungarn. Unterschrieben von A. Kunze.